Bernsteine

Bernsteine

Die Gesellschaft verfügt über eine Bernsteinsammlung von ca. 450 Stücken mit und ohne Einschlüsse.


Bild: Roland H. A. Wolff

 

 

Wie die Bernsteinsammlung wieder ans Licht der Öffentlichkeit kam

Polierte Rohbernsteine
Bild: Rolf Hillen

Im Rahmen seiner Recherche für das Buch "Verlorene Geschichten" wandte sich der 1. Vorsitzende des Vereins "Kultur am Emsdelta e. V.", Herr Konsul Johannes Riepma, an die Naturforschende, um auch von der Gesellschaft eine "verlorene Geschichte" zu veröffentlichen.

Er hatte dabei gezielt die Bernstein-Sammlung im Sinn, von der er schon viel gehört hatte, mangels Zugänglichkeit aber kaum glauben konnte, dass es sie überhaupt gibt.

Uda Kortkampf, Tochter des langjährigen Direktors Friedrich Kortkampf, fand in den Unterlagen ihres Vaters zwei Zeitungsausschnitte über einen Bernstein-Vortrag kurz vor Beginn des zweiten Weltkrieges.
Aiko Schmidt - in der Naturforschenden zuständig für Geschichte - hatte in seinen Unterlagen eine Auflistung der Schenkungen der Bernsteine. Damit war ich in der Lage, gezielt in den einzelnen Jahrbüchern nachzuschlagen.
Die Ergebnisse der Recherche-Arbeit finden Sie im Artikel "Die Bernstein-Sammlung der NfG".

 


 

 

 

 

Johannes Riepma
Bild: Ostfriesen Zeitung

Herr Riepma schrieb mit Hilfe der Recherche-Ergebnisse eine "Verlorene Geschichte" über die Bernstein-Sammlung, die im Buch auf Seite 82 zu finden ist.

Artikel im Buch "Verlorene Geschichten" Buch "Verlorene Geschichten"

 

Das Buch ist für 9,80 Euro bei der Naturforschenden Gesellschaft oder beim Verein "Kultur am Emsdelta e. V." erhältlich.

Die Bilder im Buch wurden von Rolf Hillen gemacht.


 

 

 

 

Die Geschichte von Herrn Riepma endet mit der Frage "Ist es denkbar, dass sich die Naturforschende Gesellschaft von 1814 zu Emden entschließt, diesen Schatz erneut zu heben und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen?"

Nun stand die Gesellschaft also vor der Herausforderung, die Bernstein-Sammlung wieder öffentlich zugänglich zu machen.

Die Bernsteine - insbesondere diejenigen mit Einschlüssen - sind jedoch sehr klein. Zu klein, um sie ohne weiteres ausstellen zu können - es wurden Makroaufnahmen der Steine benötigt, mit denen sie gemeinsam ausgestellt werden könnten.

Konsul Riepma stellte den Kontakt zum Fotografen Roland H. A. Wolff her.
Roland H. A. Wolff
Dieser fotografierte die Bernsteine. Es entstand eine Reihe von Makroaufnahmen, auf denen man sehr genau die Details der eingeschlossenen Insekten erkennen kann.

Bilder-Galerie "Bernstein-Bilder von Roland H. A. Wolff" (Externe Gallerie, wird in neuem Fenster bzw. Tab oder Register geöffnet)

Ameise in Bernstein
Bild: Roland H. A. Wolff


 

 

 

 

Bis zum Tag der offenen Tür am 04. September 2010 waren die ersten Abzüge fertig, sodass bereits eine kleine Auswahl der Bernsteinsammlung gezeigt werden konnte.

Zum Emder Museumstag am 31. Oktober 2010 waren alle gut erhaltenen Inklusen-Steine abgelichtet, diese Bernsteine konnten mit Bildern gemeinsam mit der umfangreichen Käfersammlung der NfG gezeigt werden.

Eine kleine Auswahl der Sammlung haben wir in einem Acrylkasten untergebracht, um sie auch außerhalb der NfG-Räume präsentieren zu können. So geschehen an unserem Stand bei der Veranstaltung "Hochschule triftt Ostfriesland" im Neuen Theater am 24. November 2010. Die Makroaufnahmen waren dabei als Bildershow am Laptop zu sehen.

Stand "Hochschule trifft Ostfriesland"

Zum Internationalen Museumstag am 15. Mai 2011 wurde die Ausstellung um eine Beamer-Show erweitert.

 Bernstein-Bildershow


 

Als Höhepunkt wurden die Bilder von Roland H. A. Wolff gemeinsam mit einem Text von Herrn Dr. Conrad Heidenreich in der Januar-Ausgabe des Ostfriesland Magazin veröffentlicht. Lesen Sie hierzu bitte "Bernsteinsammlung im Ostfriesland Magazin"

 januar-titel

 

Der Naturforschenden Gesellschaft zu Emden von 1814 wurden in den Jahren 1824 bis 1917 diverse Bernsteine geschenkt, sodass eine Sammlung von über 450 Bernsteinen entstand. Viele dieser Bernsteine enthalten Einschlüsse von Insekten.

Bernsteine mit Einschlüssen
Bild: Rolf Hillen

 

Allein von dem korrespondierenden Ehrenmitglied, Herrn Dr. med Hermann H. P. Arends aus Stolpe / Pommern erhielt die Naturforschende eine Schenkung von insgesamt 387 Bernsteinen (300 Stücke größtenteils mit Einschlüssen im Jahr 1825 sowie 87 Stücke jeweils mit einem eingeschlossenen Insekt am 27. November 1847), wie die Jahrbücher der Gesellschaft zeigen:

bernstein1825

Einige Bernsteine wurden in der Region, z. B. in Larrelt, bei Ditzum, in Veenhusen und von den ostfriesischen Inseln Borkum, Norderney und Juist sowie bei Neermoor.

 

bernstein1847

Ein besonders großes Stück wurde der Sammlung am 29. September 1846 durch Kronprinz Georg V. von Hannover zugeführt. Dieser Bernstein, der 1842 am Nordstrand von Juist gefunden wurde, wog 2 Pfund und 28 Lot und war 9 Zoll lang, 6 Zoll breit und 4 Zoll hoch (ca. 23 cm lang, ca. 15 breit, ca. 10 cm hoch). Leider ging dieses Exemplar während des Krieges verloren.

 

bernstein1852

 

Am 22. Mai 1938 wurde im Gebäude der Naturforschenden Gesellschaft das Nordseemuseum Ostfriesland eröffnet. Die Bernsteinsammlung konnte wegen des Ausbruchs des 2. Weltkrieges hier leider nicht mehr gezeigt werden.
Im Oktober 1938, wie alte Zeitungsberichte zeigen, wurde im Nordseemuseum die Reihe der Wintervorträge mit einem Vortrag über Bernsteine eröffnet. Dabei wurde auch die Bernsteinsammlung gezeigt. Außerdem wurde ein Film über die Gewinnung und Verarbeitung von Bernstein gezeigt.

 

artikel 1

 

artikel 2

 

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